Archiv für Januar 2014

KULe-Plenum am Mittwoch

Liebe Studierende, Bündnisse, Initiativen und Arbeitsgruppen,

Es geht weiter!
Hinter uns liegt eine spannende und bunte Woche im Raum 102. Gefüllt mit Diskussionsrunden, Workshops, Couchcafé, Seminaren, Film, VoKü, Vorträgen, Platz für Entspannung und Austausch, Kreativworkshops und mehr war Raum 102 ein lebendiges Beispiel dafür, wie Universität alternativ gestaltet werden kann.
Gemeinsam mit Euch möchten wir die Kritische Aktionswoche auswerten und nach vorn blicken, schauen, welche weiteren Schritte wir gehen können auf dem Weg zu einem permanent selbstverwalteten Freiraum.
Deshalb laden wir herzlich ein zu unserem nächsten Plenum am Mittwoch, den 22.01. um 19 Uhr im Ziegenledersaal am Campus. Wir freuen uns über ein breites Feedback und jeden weiteren Blickwinkel für die Auswertung, aber natürlich genauso über alle, die sich uns anschließen und uns bei unserem Vorhaben unterstützen möchten.

Bis Mittwoch,

Eure Initiative Kritische Uni Leipzig (KULe)

BIO.ME Occupy,Resist,Produce – Fotoausstellung im besetzten Raum 102

Seit heute ist der besetzte Raum der Aktionswoche durch die Ausstellung BIO.ME Occupy,Resist,Produce bereichert worden!
Die Fotoausstellung beschäftigt sich mit einer selbstverwalteten Fabrik in Thessaloniki, Griechenland und gibt einen Einblick über die dortige Arbeitssituation.

Hintergrundinfos:
Seit 2011 wurden den Arbeiter*innen von BIO.ME (ehemals VIO.ME) von den alten Eigentümer Filkeram Johnson keine Gehälter mehr gezahlt .
Sie reagierten darauf mit einem Arbeitskampf, als dieser Streik jedoch nicht erfolgreich war beschloss man aus Angst um einen Diebstahl der Maschine zunächst die Werkstore zu bewachen. Als nächstes begannen Techniker mit der Wartung der schon teilweise kaputten Maschinen. Im weiteren Verlauf wurde eine neue Basisgewerkschaft gegründet, nachdem die alte die Interessen der Arbeiter*innen nur unzureichend vertreten hatte. In den Streikversammlungen wurde daraufhin beschlossen die Produktion in die eigenen Hände zu nehmen.
Seit Februar diesen Jahres läuft die Produktion unter Kontrolle der Arbeiter*innen. Es gibt keine Chefs mehr, die den Arbeiter*innen befehlen, wie sie ihre Arbeit zu tun haben. Alle Entscheidungen werden im Arbeiterrat besprochen und abgestimmt.
Homepage der Arbeiter*innen: http://www.viome.org/

Wieso wir besetzen:

Im Zuge des Besuchs von Frau Prof. Schücking bei uns im Raum 102 erklären wir hiermit für alle was unsere grundsätzlichen Forderungen sind und wieso wir besetzen.
Wir haben versucht, einen Raum an der Uni für den Zeitraum der Aktionswoche zu beantragen. Da wir keinen bekommen haben, entschlossen wir uns, den Raum 102 temporär von Montag bis Freitag zu besetzen. Wir sind die Initiative Kritische Universität Leipzig (KULe), die sich seit Oktober 2013 um eine aktive kritische Gestaltung der Uni bemüht.
Wir kritisieren die Fremdverwaltung und Rationalisierung des Studiums und die ökonomisierte Nutzungsmöglichkeit von Räumen. Es gibt keinen Raum für Selbstbestimmung des Was, Wie, Wann und Wo von Universität. Es gibt keinen Raum, um dem universitären Stress und Leistungsdruck zu entgehen.
Daher fordern wir Raum für alternative Lehrinhalte und -methoden, Raum für Kritik und Auseinandersetzung, Raum für Ruhe und Entspannung. Schon seit Längerem suchen wir deshalb den Kontakt zu Frau Prof. Schücking. Ein Gespräch hatte leider bis heute morgen nicht stattgefunden.
Mit der temporären Besetzung wollen wir unsere Forderung nach einem permanent selbstverwalteten Raum geltend machen. Wir wollen mit dieser Aktionswoche zeigen, was und wie Universität auch sein kann und diese alternative Gestaltung in Zukunft für alle ermöglichen.

AKTIONSWOCHE UNIBESETZUNGS-UPDATE

Die Rektorin der Uni, Prof. Schücking, war gerade im Raum 102. Sie war nicht besonders erfreut über die Besetzung und forderte, dass wir im Laufe des heutigen Tages den Raum verlassen. Hauptsächlich auf Grundlage des Arguments, dass wir nicht die gesamte Studierendenschaft repräsentieren und anscheinend „nur“ ein sehr geringer Teil der 28.000 hier Studierenden sind. Deswegen ist es extrem wichtig, dass heute bei den Veranstaltungen und anschließendem Beisammensein und Diskutieren richtig viele Leute da sind, um zu zeigen, dass wir nicht nur eine Handvoll Menschen sind, die einen Raum zum Chillen und Entspannen fordern, sondern dass wir einen starken Rückhalt in der Studierendenschaft haben, die mit den derzeitigen Studienbedingungen nicht zufrieden sind.
Also kommt vorbei, ladet ein und sagt es weiter!

Programm

Die Aktionswoche findet im Raum NSG 102 statt

Wir haben für die Aktionswoche den Raum 102 im NSG besetzt. Alle Veranstaltungen der Aktionswoche werden in diesem Raum stattfinden. Kommt alle vorbei!!!
Programm