Aktion gegen CDU-Wahlkampf an der Universität Leipzig

20.05.2014

Am 13 Mai 2014 erklärte der Akademische Senat der Universität Leipzig seine volle und ganze Unterstützung der Forderungen des landesweiten Bündnisses „Kürzer geht’s nicht!“ gegen die massiven Kürzungen die von den Landesregierungen im Hochschulbereich durchgeführt werden.
Wir fordern die Rücknahme der Kürzung von 1042 Stellen im Hochschulbereich, die Anhebung der Grundfinanzierung der Hochschulen und eine Verdoppelung des Zuschusses an die Studentenwerke.
Im Senatsbeschluss heißt es: „Der Senat drückt erneut seine Besorgnis und Missbilligung angesichts der Personal- und Mittelkürzungen an den sächsischen Hochschulen aus. Er bekräftigt erneut, dass die Begründungen der Verantwortlichen für die Stellenstreichungen der Realität nicht standhalten und wesentliche Aspekte der Rolle der Universität Leipzig innerhalb der Region und des Freistaats unberücksichtigt lassen.“
In einer ergänzenden Erklärung beziehen sich die Senatoren unter anderem auf jene Prognosen, die 2010 dem Landtagsbeschluss zu den Stellenkürzungen zugrunde lagen. Damals war von einem deutlichen Rückgang der Zahl der Studienanfänger ausgegangen worden. Die tatsächliche Zahl der Neunschreibungen lag dann 2012 sogar leicht über jener von 2010. Nach der aktuellen Vorausberechnung der Kultusministerkonferenz, werden die Studienanfängerzahlen in Sachsen von 2015 bis 2025 konstant über 20.000 liegen.

Es stehen noch mehr als die Hälfte der geplanten Kürzungen an unserer Universität an und trotz der bemerkenswerten Bemühungen der Landesregierung den Sport in der Bildung maßgeblich zu fördern wird auch unsere Spowi Fak nicht verschont bleiben.

Es ist empörend, dass in diesem Rahmen eine Wahlkampfveranstaltung der CDU in den Räumen der sportwissenschaftlichen Fakultät stattfinden darf. Genau der laufenden Doppelhaushalt 2013/2014 der innerhalb dieser Veranstaltung so gelobt wird, da es ihm gelungen ist, einen deutlichen Mittelaufwuchs im Vergleich zu den Vorjahren im Bereich der Sportförderung
bereitzustellen, ist für diesen dramatischen Angriff auf die Bildungslandschaft in Sachsen verantwortlich. Wir lehnen diese Politik ab und prangern dieses unsolidarische Verhalten des Dekans der spowi Fakultät an sowie die Dreistigkeit unseres währten Innenministers sich hier als Wohltäter der Bildung in Sachsen darstellen zu wollen.